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MANFRED BRANDSTÄTTER
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PRESSE
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![]() NÖ
- Nachrichten, Sept 1999. Ausstellung "BILDWELTEN" BILDER
DIE WACHRÜTTELN. Mit einem "sozialen Nervenkitzel" startet im Kulturhof in Weistrach die neue Ausstellungssaison. Da ist ein mit vergilbten Zeitungsseiten tapezierter, verdunkelter Raum. Vom Boden bis zur Decke also altes Zeitungspapier. Ein mattes Licht lässt einen gemalten Obdachlosen in der Mitte des Raumes erkennen. Betroffenheit wird ausgelöst. Genau das will der St. Valentiner Maler Manfred Brandstätter mit seinem "Warteraum für bereits abgefahrene Züge" hervorrufen. Gedanken jagen dem Betrachter durch den Kopf. Mit seinen
neuesten Arbeiten möchte der Künstler auf das Schicksal
der Obdachlosen aufmerksam machen . Das gelingt ihm bestens. Schon
bei der Eröffnung erntete er viel Anerkennung. Das Aufgreifen
der sozialen Randgruppen ist in der zeitgenössischen Kunst ein
wichtiger Faktor. Auch seine anderen Bilder heben sich bewusst gegen
den Glamour bunter Dekorationsbilder ab. In düsteren Illusionsräumen
präsentiert Brandstätter die Einsamkeit nicht beachteter
Menschen. Der Blick des Betrachters wird eingafangen. Man erfährt
das beinharte Schicksal. Mit dieser Ausstellung ist dem Künstler Brandstätter ein außerordentlicher Wachrüttler gelungen. Dr. Leopold Kogler |